Rauriser Eigenbrötler, Kräuterhexen und Schnapsbrenner

Foto: Florian Bachmeier

Speck, Kas, Bauernbrot, Kräutertee, Bauernkrapfen und Honiglempen: Im Raurisertal schmeckt der Urlaub nach reiner Natur. Die Menschen in einem der ursprünglichsten Hochtäler der Alpen legen großen Wert drauf, dass ihre (Küchen)Traditionen und altes Handwerk nicht verloren gehen.

Durch das enge Rauriser Seidlwinkeltal verläuft der historische Saumpfad über das Hochtor. Er wurde von Händlern jahrhundertelang als Transportroute auf die Alpensüdseite genutzt. Ihre Pferde, Esel oder Ochsen hatten vor allem Salz und Wein geladen. Das Rauriser Tauernhaus am Talschluss besaß bereits 1491 das Schankrecht und wartete den Säumern mit einer Stärkung auf. Das 500 Jahre alte Schutzhaus zählt zu den letzten bestehenden Tauernhäusern, in der geschwärzten Almstube spürt man förmlich die Geschichte. Bis heute ist sie eine beliebte Raststation für Wanderer. Diese finden im Raurisertal insgesamt 30 bewirtschaftete Almhütten, Berggasthöfe und Jausenstationen. Jede tischt eine andere Spezialität auf, frische Almbutter und Käse, Speck aus der eigenen Landwirtschaft, Brettljausen oder Krapfen. Mit den Sennern verbringen hunderte Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Pferde die Sommerweidezeit im goldenen Licht der Berge.

Frisch aus dem Ofen und dem Kräutergarten

Auf der Kalchkendlalm in Bucheben ist die „Eigenbrötlerin“ Roswitha Huber am Werken. Ihr gemauerter Brotbackofen ist einer von 20 in Rauris. In der „Schule am Berg“ der pensionierten Lehrerin wird das Brotbacken leicht erlernbar. Dass gegen alles ein Kraut gewachsen ist, kann man im Hofladen des Heustadlhofes erfahren. Dort mischt die Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin Margot Langreiter ihre Mixturen, Auszüge, Salben und Tees. Wer mit ihr auf eine Kräuterwanderung geht, kann sich viele gute Tipps mit nach Hause nehmen. Rund 15 Bauernhöfe im Raurisertal verkaufen „ab Hof“ selbstgemachte Milchprodukte, Butter, Käse, Speck, Lamm- und Rindfleisch sowie Marmeladen und viele weitere typische Pinzgauer Schmankerl. 32 Rauriser Imker bieten in ihren Hofläden die verschiedensten Sorten von Gebirgshonig an – auch in Bio-Qualität. Seit jeher „scharf“ sind die Rauriser aufs Schnapsbrennen – entsprechend lang ist auch die Liste an Schnapssorten. Wer einfach einmal „querverkosten“ möchte, sollte im Juli und August den wöchentlichen Schmankerlmarkt im Voglmaierpark nicht verpassen. Die besten Rezepte zum Nachkochen enthält das Rauriser Schmankerlkochbuch, darunter Fleischkrapfen, Kaspressknödel, Bauernkrapfen oder die köstlichen Honiglempen. Diese Pflichtlektüre für Liebhaber der traditionellen Pingauer Küche gibt es im Büro des Tourismusverbandes.


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Tel.: +43 (0)6544/20022
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