Märchenhaftes Theater in der Geburtsstadt der Brüder Grimm

Foto: Brüder Grimm Festspiele

Märchenhaftes Theater in märchenhafter Kulisse – das sind die Brüder Grimm Festspiele in Hanau, der Geburtsstadt der Brüder Grimm. Seit 1985 Jahren werden die weltberühmten Erzählungen von Jacob und Wilhelm Grimm hier lebendig – mit stetiger wachsender künstlerischer Qualität und stetig wachsendem Publikumszuspruch: Das Festival lockt inzwischen mehr als 80.000 Zuschauer pro Jahr an.

Festspiel-Intendant Frank-Lorenz Engel legt auf eine Tatsache besonderen Wert: „Alle Grimm-Stoffe sind Auftragsarbeiten. Wir engagieren Autoren und Komponisten eigens für die Stücke, die wir hier auf die Bühne bringen. Damit garantieren wir Exklusivität für die Zuschauer, die das Märchen in dieser Form, mit diesem Text und dieser Musik wirklich nur in Hanau sehen.“ Beim Publikum und in der Fachwelt kommt dieses Konzept an: Die Brüder Grimm Festspiele sind zuletzt mehrfach prämiert worden – unter anderem mit dem „Deutschen Musical Theater Preis“.

Auch die 36. Spielzeit, die am 15. Mai 2020 beginnt und am 26. Juli 2020 endet, wird traditionell mit einem Musical eröffnet – diesmal ist „Das tapfere Schneiderlein“ auf der Bühne des Amphitheaters zu sehen. Die Musicals sind zum Markenzeichen und Exportschlager der Festspiele geworden. Das Musical-Ensemble ist stets gespickt mit klangvollen Namen: So waren in Hanau in den letzten Jahren unter anderem Anna Montanaro, Ron Holzschuh, Sophia Euskirchen, Kerstin Ibald, Jonas Hein oder Carolin Fortenbacher zu sehen und zu hören.

In der Saison 2020 stehen neben dem Musical noch die Märchen „Schneeweißchen und Rosenrot“ (Premiere am 6. Juni) und „Der Rattenfänger von Hameln“ (Premiere am 13.6.) auf dem Spielplan der Brüder Grimm Festspiele. „Schneeweißchen und Rosenrot“ wird dabei als Kinderstück mit Musik inszeniert, „Der Rattenfänger aus Hameln“ als Schauspiel. In der Reihe „Grimm Zeitgenossen“ kommt „Der zerbrochene Krug“ von Heinrich von Kleist auf die Bühne. Premiere hierfür ist am 23. Mai.

Für überregionale Beachtung der Festspiele hat zuletzt auch Marie-Luise Marjan gesorgt. Die unter anderem aus der ARD-Serie „Lindenstraße“ bekannte Schauspielerin engagiert sich als Märchenbotschafterin für die Brüder-Grimm-Stadt Hanau im allgemeinen und die Festspiele im besonderen. „Das, was bei den Brüder Grimm Festspielen geboten wird, ist sagenhaft. Schwer beeindruckt haben mich der Elan und die Spielfreude, mit der das überwiegend junge Ensemble spielt“, so Marjan.

Märchenhaft ist auch die Kulisse, in der die Festspiele stattfinden. Sie gehen im „Amphitheater“ von Schloss Philippsruhe über die Bühne. Gelegen im Park vor der zauberhaften Kulisse des Barockschlosses, finden die Aufführungen im Freien und dennoch wetterunabhängig statt. Über der Bühne und dem Zuschauerraum mit seinen rund 1.300 Plätzen spannt sich ein riesiges, nach allen Seiten offenes, festes Zeltdach.

Unweit des Amphitheaters hat im April 2019 auch ein Museum eröffnet, mit dem die Stadt Hanau ihre weltberühmten Söhne würdigt: Das „GrimmsMärchenReich“ im Schloss Philippsruhe ist das bundesweit erste Mitmachmuseum rund um die Brüder Grimm und richtet sich insbesondere an Familien mit Kindern im Alter von vier bis elf Jahren.

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar