Größte Vase der Welt für die „Porzellanwelten Leuchtenburg“

Foto: Stiftung Leuchtenburg

Das ist Rekord! Mit einer Höhe von rund acht Metern ist die derzeit größte Vase der Welt in den „Porzellanwelten Leuchtenburg“ ausgestellt. Bislang scheiterten alle Versuche, Porzellan in dieser monumentalen Größenordnung herzustellen. Dem Künstler Alim Pasht-Han ist es gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Reichenbach gelungen. Bei der Entwicklung der Konstruktion orientierte er sich an dem Prinzip des Schachtelhalmes.

Die einzigartige, sich selbst tragende Konstruktion besteht aus 360 aus Porzellan gegossenen Waben, die im Inneren zusätzlich gesichert werden. Zehn Mitarbeiter der Porzellanmanufaktur Reichenbach arbeiteten an der Herstellung der einzelnen Waben, die anschließend vom Künstler in Kobaltblau handbemalt und mit Gold dekoriert worden sind.

Die einzigartige Konstruktion hat er selbst ausgetüftelt, Wabe für Wabe in einem aufwändigen Verfahren von Hand bemalt: Der 1972 im Nordkaukasus geborene Alim Pasht-Han hat mit der größten Vase der Welt nicht nur ein handwerklich herausragendes Großprojekt realisiert, sondern auch neue Maßstäbe gesetzt: Nie zuvor ist es gelungen, eine Vase in diesen Dimensionen zu fertigen.

Obwohl der Künstler auch im Bereich der Malerei/Grafik und Lithografie zuhause ist, arbeitet Pasht-Han seit vielen Jahren mit Porzellan. Zu dem filigranen Werkstoff, den er als „zart, zerbrechlich und irgendwie zickig“ bezeichnet, hat er eine ganz besondere Beziehung aufgebaut. So nimmt er die Auseinandersetzung mit dem Porzellan auf und die Herausforderung an, herauszufinden, wie sich das Material in Be- und Verarbeitung verhält. Fingerfertigkeit und Finesse im Umgang mit Porzellan stellte der Künstler bereits 2010 als Teilnehmer am internationalen Porzellanworkshop „Kahla-kreativ“ bei KAHLA/Thüringen Porzellan unter Beweis. Spätestens seine gemeinsam mit der Porzellanmanufaktur Reichenbach entstandenen Einzelkunstwerke sind dem Team der Leuchtenburg aufgefallen. Der vielseitige Künstler hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten: So wurde er für seine Arbeit unter anderem vom DAAD und der Heinrich-Böll-Stiftung gefördert. Seine Werke wurden auf zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen gezeigt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem silbernen Preis der World Ceramic Biennale in Korea (2011) oder der Goldmedaille der Akademie für Künste Russlands (2014).

Mit der größten Vase der Welt auf der Leuchtenburg, zählt die mittelalterliche Höhenburg gemeinsam mit der Staatsgalerie Stuttgart, dem Ostrobothian Museum Finnland, der Akademie der Künste Russlands, dem Staatsmuseum Divnogorsk, dem Landesmuseum Sachsen-Anhalt, der Porzellanmanufaktur Kahla und der World Ceramic Foundation Icheon in Süd Korea zu der beeindruckende Liste von Institutionen, die Werke von Alim Pasht-Han in ihrer Sammlung verzeichnen können.

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