Ein Date mit Naumburgs Schönster: 8. Uta-Treffen in der Domstadt an der Saale

In einer ganz besonderen Weise würdigte Umberto Eco die wohl bekannteste Dame Naumburgs, Uta von Ballenstedt. In seiner „Geschichte der Schönheit“ schreibt er: „Wenn Sie mich fragen, mit welcher Frau der Kunstgeschichte ich essen gehen und einen Abend verbringen würde, wäre da zuerst Uta aus dem Naumburger Dom“.

Der Naumburger Dom, eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler des europäischen Hochmittelalters, ist der Besuchermagnet an der Straße der Romanik in Sachsen-Anhalt. Die größte Anziehungskraft übt der Westchor mit seinen zwölf Stifterfiguren aus. Geschaffen durch die Hand des Naumburger Meisters ist speziell die Stifterfigur Uta von Ballenstedt das Sinnbild für die „schönste Frau des Mittelalters“. Sie ging als eine der genialsten Schöpfungen deutscher Bildhauerkunst in die Kunstgeschichte ein. Ihre Anmut und Grazie faszinieren Besucher immer wieder aufs Neue und veranlassen Eltern auch heute noch ihre Töchter Uta zu nennen. Mit der Namensgebung sind oft persönliche Erinnerungen und Geschichten verbunden, die sich Utas aus dem In- und Ausland vom 13. bis 15. März 2020 beim Uta-Treffen in Naumburg erzählen können. Aber auch die Namensträger der weiteren Stifter, Konrad, Gepa, Gerburg, Ekkehard, Thimo, Wilhelm, Sizzo, Berchta, Dietmar, Reglindis und Hermann sind herzlich in Naumburg willkommen.

Auch zum achten Uta-Treffen werden die Stifterfiguren wieder von Ihren Sockeln steigen und das vielseitige Programm eröffnen. Traditionell findet am Samstag, 14.03.2020 ab 9:00 Uhr der Auftakt auf dem Domplatz statt. Die festliche Ansprache beginnt um 10:00 Uhr im Dom, anschließend wird das Gruppenbild mit allen Namensträgerninnen unter dem Figurenensemble im Westchor des Doms aufgenommen. Aus dem vielseitigen 3-Tagesprogramm mit Erlebnisführungen, Theatervorstellungen, kulinarischen Abenden, Weinverkostungen, Kreativworkshops, Ausflugsfahrten u. v. m. können die Teilnehmerinnen ganz nach ihren individuellen Wünschen wählen. Die Veranstalter haben sich auch in diesem Jahr etwas Neues einfallen lassen: „Uta`s Treff“. In lockerer Atmosphäre und bei Caféhausmusik können hier alle Teilnehmer- innen und Teilnehmer sowie Freunde des Uta-Treffens ins Gespräch kommen.

Bereits über 1.000 Utas nutzten im Rahmen vergangener Treffen die Gelegenheit, die berühmten Skulpturen und ihre Geschichte kennenzulernen. Die bisher jüngste Uta war gerade ein Jahr alt und reiste 2014 mit Ihrer Oma Uta an. Den weitesten Weg legte 2012 eine Uta aus Jamaika zurück, um ihre Namensgeberin zu bewundern. Mehr Informationen auf www.uta-treffen.de.

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